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02.04.08 19:59 juergen1
nicht registriert
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Elektrische Fußbodenheizung
Wer kann mir etwas zu den Energiekosten einer elektrischen Fußbodenheizung sagen. Es sind ca, 105-110 qm zu heizen. MfG Jürgen
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03.04.08 10:27 Peter
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Re: Elektrische Fußbodenheizung
Das isdt schwer zu sagen, da die Heizlast nicht bekannt ist und die kann von 40 kWh/(qm a) bis 200 kWh/(qm a) gehen.
Das wären dann zwischen ca. 4200 und 21000 kWh pro Jahr an Energiebedarf.
Den zu "erwartenden" Energieverbrauch kannst du monatlich am Stromzähler doch ablesen.
So bist du erstmal vor Überraschungen geschützt und weisst was auf Dich zukommt.
Hoffentlich haben deine Räume ein elektronisches Einzelraumthermostat mit dem Du Temperatur und Zeiten bedarfsgerecht einstellen kannst.
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04.04.08 20:57 energing-ka
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Re: Elektrische Fußbodenheizung
Hallo,
ich würde dringend davon abraten. Aus energetischer und ökologischer Sicht ist Heizen mit Strom absolut unsinnig: man verbrennt im Kraftwerk Kohle und macht daraus Strom. Dann transportiert man den Strom (selbsverständlich alles mit einigen Aufwand, auch von Energieaufwand) zum Verbraucher und macht dort daraus wieder Wärme. Hätte man doch gleich die Kohle verbrennen können, der Wirkungsgrad wäre um etliches besser. Nur die Luft nicht, natürlich.
Es gibt eine Kennzahl, den sog. Primärenergiefaktor. Das ist so etwas wie ein "ökologisch" orientierter Kehrwert eines Wirkungsgrades: je geringer der Faktor, desto besser. Strom hat den Primärenergiefaktor 2,7, das ist der schlechteste Faktor aller Energieträger. Holz hat als nachwachsender Energieträger einen Faktor von 0,2 da nahezu CO2-neutral. Heizöl und Erdgas haben jeweils einen Faktor von 1,0.
Bei Strom werden also 2,7 kWH Primärenergie verbraucht, um 1 kWH zu gewinnen (das bedeutet dieser Faktor). Strom sollte man als Energie wirklich nur dort verwenden wo es nicht anders geht, also Computer usw. usw. Nicht einmal eine elektrische Zahnbürste würde ich verwenden, diese Bewegung kann ich selber machen, nur nicht so schnell.
1kWh Strom kostet ungefähr 3mal so viel, wie eine kWH Erdgas (Normaltarif).
Ich habe mal Testberechnungen für ein Einfamilienhaus gemacht, einmal komplett mit Strom beheizt, und einmal mit Erdgas. Bei der Stromheizung war der Gesamt-Energiebedarf pro Jahr um 5.000 kWh größer, als bei einer Gasheizung. Es wird ungefähr 1 Tonne CO2 pro Jahr mehr produziert.
Die Stromheizungslobby macht Werbung mit einer angeblichen Energieersparniss bei Strom, weil man die Heizung angeblich "leichter regulieren" kann. Diese Regulierung wird dann wohl darin bestehen müssen, dass man die Heizung herunterdreht, wenn man ein Zimmer verläßt. Kommt man wieder ins Zimmer, macht man die Heizung wieder an. So spart man dann ....
Kein Wort ist in der Werbung davon, welche Probleme man sich holen kann mit der Bauphysik, wenn man die gerade nicht benutzten Zimmer auskühlen lassen muss, um Strom zu sparen. Schimmelpilz & Co. sind dann oft gesehen Gäste.
Ich sage das alles nicht aus dem hohlen Bauch und mache keine Kaffesatz-Leserei. Habe schon genug EnEV-Berechnungen und Energieberatungsberichte verfasst und deshalb etwas Erfahrung.
Editiert 04.04.08 21:04
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